Arbeiten im Weinbau

Bereits im vergangenen Monat Juni konnten wir darauf hinweisen, dass sich die Reben nach dem Frühjahrsfrost erstaunlich gut entwickelt haben, sieht man einmal von den deutlich reduzierten Ertragserwartungen ab – nachwachsende Rebtriebe sind bei weitem nicht so fruchtbar wie die eigentlichen Ersttriebe. Aber wie schon eine alte Winzerweisheit sagt, über einen Jahrgang kann man erst dann urteilen, wenn er im Keller liegt. Bis dahin ist es noch eine lange Zeit, in der noch so manche negative Überraschung auf die Winzer warten kann, wie etwa das Unwetter mit starkem Hagelschlag am Abend des Fronleichnamstages (15. Juni und einem weiteren Hagelschlag am Donnerstag, 21.06.). Zumindest ein Teil der Meddersheimer Rebanlagen wurde vom Hagel geschädigt. Wie stark sich die Schäden, die vor allem Rebtriebe und natürlich Rebblätter betroffen haben, sich negativ auf den Ertrag auswirken, bleibt abzuwarten.

Die Rebblüte war in der letzten Juniwoche weitestgehend abgeschlossen, zum Teil haben die kleinen Traubenbeeren bereits „Erbsendicke“ erreicht. So gesehen können die Winzer eine frühe Rebblüte feststellen, was als positive Voraussetzung auf einen qualitativ guten Weinjahrgang gewertet werden kann. Denn nun bleibt den Reben bis zum Herbst noch eine lange Zeitspanne zur Entwicklung und Reifung der Trauben.
In den Weinbergen sind die Winzer vom Rheingrafenberg zurzeit bei den Laubarbeiten, wozu zwischenzeitlich auch das Entblättern der Traubenzone zählt. Durch diese Maßnahme wird die Traubenzone besser durchlüftet und die Sonne kann die heranwachsenden Trauben direkt bescheinen, was die Reife fördert. Ein frühes Entblättern birgt aber auch die Gefahr in sich, dass es an den empfindlichen Trauben zu Sonnenbrandschäden kommen kann. Diese Gefahr nehmen die Winzer aber meist in Kauf, um die Vorteile der Entblätterung zu nutzen.

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