Arbeiten im Weinberg

Die aufwändigen Rebschnittarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Anschließend werden die verbliebenen ein bis zwei verholzten Rebtriebe an einem Biegedraht befestigt, meist waagerecht, damit sich bei einsetzender Vegetation der Saftstrom der Rebe gleichmäßig verteilt und alle Rebaugen mit Nährstoffen versorgt. Auf unserem Foto ist das Rebenbiegen im Museumsweinberg in Bad Sobernheim zu sehen – dieser Weinberg wird von der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg bewirtschaftet -. Hier sehen Sie, wie ein Rebtrieb in Bogen- oder Herzform befestigt wird. Dies war die früher übliche Erziehungsart, insbesondere bei Einzelstockerziehung, bei der kein Drahtrahmen zum Befestigen der Reben vorhanden war.

Auch die Biegearbeiten dürften weitgehend abgeschlossen sein. Die überzähligen Reben, die beim Rebschnitt herausgeschnitten wurden, verbleiben im Weinberg, während sie früher herausgetragen und meist am Weinbergsrand verbrannt wurden. Zwischenzeitlich weiß man, dass das Rebholz gleich zwei wichtige Vorteile bietet: Die auf dem Boden liegenden Triebe werden maschinell gehäckselt, wodurch die langen Reben in kleine Stücke zerkleinert und teilweise zerrissen werden. Dieses gehäckselte Rebholz zersetzt sich langsam im Boden und bildet nach und nach eine wichtige Humusschicht und gibt langsam Nährstoffe ab.

Gleichzeitig trägt das gehäckselte Rebgut dazu bei, dass die Feinerdeanteile bei Starkregen nicht so leicht abgeschwemmt werden. Außerdem wird verhindert, dass bei Befahren der Rebzeilen mit schweren Maschinen, der Boden zu sehr verdichtet wird und die Rebwurzeln sich in einem lockeren Boden besser ausbreiten kann.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.