Weinernte 2018 – beachtliche Erträge, hervorragende Qualitäten

Als ein besonderer Weinjahrgang wird 2018 in die Geschichte eingehen, denn selbst die ältesten Winzer können sich nicht daran erinnern, dass in einem Jahr bei großer Erntemenge gleichzeitig so hervorragende Qualitäten wie 2018 geerntet wurden. Verantwortlich für diese erfreuliche Tatsache ist die außergewöhnliche Witterung während der Vegetationszeit. Zwar starteten die Reben  erst spät, konnten dann aber eventuelle Rückstände bereits in den folgenden Wochen spielend aufholen und schließlich neue Spitzenwerte in Sachen Qualität und Menge erreichen. Noch nie wurden in einem Jahr so viele Sommertage (Tagestemperaturen über 25 ° C) gezählt, wie in diesem Jahr. Die Reben wussten diese Vorteile zu nutzen. Bereits früh begann die Rebenblüte, die bei bester Witterung hervorragend verlief. Auch die folgenden Wochen führten zu einem starken Wachstum der Reben, wobei man schon früh feststellen konnte, dass die Reben in diesem Jahr ungewöhnlich viele Trauben angesetzt hatten, die auch alle gut durch die Blüte gingen. Von daher konnte man eigentlich von einem großen Mengenertrag ausgehen. Dann aber  kamen bei den Winzern Zweifel auf, dass die Reben bei der über Wochen anhaltenden Trockenheit alle Trauben behalten würden und dass die Trauben später bei der Ernte auch eine gute Mostausbeute bringen würden. Erfreulicherweise  waren diese Bedenken weitgehend grundlos, denn die tief wurzelnden Reben fanden in den meisten Lagen ach bei anhaltender Trockenheit noch genügend Feuchtigkeit, um die Reben entsprechend versorgen zu können. Bereits Ende Juli konnte man Trauben der frühen Sorten verkosten – dies war bisher noch nie der Fall. Bei trockener und sonniger Witterung zögerten die Winzer den Erntebeginn aber noch lange heraus. Die Ernte der frühen Sorten begann bei der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg am 19. September und endete erst am 17. Oktober mit dem Einbringen der letzten vollreifen, weitgehend gesunden Rieslingtrauben.

Nachdem die Winzer der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg in den letzten Jahren immer wieder mengenmäßig kleine Ernten zu verkraften hatten, wurden in diesem Jahr die Höchst-Mengenerträge (durchschnittlich 10.000 ltr je Hektar für Qualitätsweine), letztlich bei allen Traubensorten erreicht.

Und was besonders erfreulich ist, das durchschnittliche Mostgewicht über alle Rebsorten hinweg, lag in diesem Jahr bei stolzen 87° Öchsle. Dabei erzielten einige Partien Spitzenwerte – z.B. ein Auxerrois 103 ° Öchsle, Spätburgunder Rotwein zwischen 104 und 115 ° Öchsle. Die Rieslingpartien  erbrachten ein durchschnittliches Mostgewicht von 90 ° Öchsle, Dornfelder Rotweine trotz Höchsterträgen  durchschnittlich 86 °, Regent ebenfalls 86° und Optima 105°. Solche Mostgewichte erlauben es dem Kellermeister, auch  entsprechende Prädikatsweine wie Spät- und Auslesen aufzulegen.

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