Herbst – Zeit der Traubenernte

Ungewöhnlich früh hat in diesem Jahr die Traubenernte eingesetzt. Bereits um den 11. September wurden die ersten Trauben bei der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg angeliefert.
Der frühe Rebaustrieb Anfang/Mitte April und die sich anschließende günstige Witterung – Sonne und Regen wechselten sich ab – trugen dazu bei, dass die Reben sich gut entwickelten, die Blüte weitgehend problemlos verlief und entsprechend früh die Traubenreife einsetzte – zwei bis drei Wochen früher als in Normaljahren.
Entsprechend früh wurden in den Weinbergen gute bis sehr gute Mostgewichte festgestellt, wobei zum genannten frühen Zeitpunkt allerdings die innere Reife der Trauben (Aromen und Extraktstoffe) noch nicht optimal war. Durch die immer wieder auftretenden Niederschläge begannen aber bei den frühen Traubensorten die Trauben an zu faulen – was natürlich nicht gewünscht ist. Entsprechend rasch musste daher die Ernte der betroffenen Rebanlagen erfolgen. Spätere Traubensorten wie der Riesling, waren davon nicht betroffen, vor allem dann nicht, wenn die Winzer ihre Arbeiten im Weinberg rechtzeitig erledigten und die Traubenzone von Blättern frei stellten, damit Sonne und Luft in die Traubenzone gelangen  konnten, die Trauben rasch abtrockneten und von der direkten Sonneneinstrahlung profitierten.
Ein beachtlicher Wermutstropfen ist sicher der niedrige Traubenertrag, der in zahlreichen Anlagen festzustellen ist. Die erheblichen Frostschäden im April, sowie mehrmaliger Hagelschlag, haben die Ernte erheblich dezimiert.
Ende September war die Traubenernte noch in vollem Gange, wobei die trockene und meist sonnige Witterung Mitte bis Ende September noch gerade rechtzeitig kam, um die Qualität von Tag zu Tag zu steigern.
Abgerechnet wird aber erst am Schluss, wenn die Ernte eingebracht ist, die Moste im Keller gären und erste Fassproben zeigen, wie sich der neue Jahrgang entwickelt.

Tags: Weinlese
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