Arbeiten im Weinberg: Laubarbeiten, Traubenzone entblättern

In den Weinbergen laufen die Pflegearbeiten auf Hochtouren. Dank des warmen Wetters und meist ausreichender Bodenfeuchtigkeit, wachsen die Rebtriebe sehr rasch, eine entsprechende Laubarbeit (Einstecken der Triebe in die Haltedrähte, Herausbrechen überzähliger Rebtriebe, Einkürzen der Rebtriebe) muss ständig vorgenommen werden. Hinzu kommt seit einigen Jahren bei den Winzern vom Rheingrafenberg eine qualitätsfördernde Maßnahme, das Entblättern der Traubenzone. Dadurch hängen die empfindlichen jungen Trauben frei, die Sonne kann sie direkt bescheinen und die Luft kann ungehindert durch die Traubenzone streichen, was das Abtrocknen der Trauben nach einem Regen fördert und dadurch schädlichem Pilzbefall entgegen wirkt. Die Trauben bleiben länger gesund und lagern durch das direkte Bescheinen durch die Sonne mehr Fruchtzucker ein.
Die Rebblüte ist abgeschlossen, meist zehn bis vierzehn Tage früher als in Durchschnittsjahren. Die jungen Traubenbeeren haben sich gut entwickelt. Festzustellen ist ein beachtlicher Traubenbehang, wobei vermerkt werden kann, dass die Trauben sich nach der Blüte gut „geputzt“ haben (die sonst dicht an dicht angeordneten Beeren am Stielgerüst einer Traube hängen wesentlich lockerer als üblich – dies verhindert bei zunehmender Reife, dass die Beeren sich gegenseitig zerdrücken und auslaufender Traubenmost zur Fäulnisbildung führt).
So gesehen sind die Voraussetzungen für einen qualitativ guten bis sehr guten Weinjahrgang bisher günstig. Wie aber eine alte Winzerweisheit besagt: Ein Jahrgang kann erst dann richtig bewertet werden, wenn der neue Jahrgang im Keller eingelagert ist.

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